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Alfa Romeo A12 Autotransporter

Ein Kurzbericht über die Restauration unseres Autotransporters (ital: Carroattrezzi) Typ A12 mit einem Spezialaufbau der Firma SCATTOLINI in Verona. Die orangefarbene Lackierung steht für die italienische Autohilfe-Organisation SOCCORSO STRADALE. Von den sehr seltenen Alfa Romeo Autotransportern sind weltweit nur eine Handvoll Exemplare mehr oder weniger gut erhalten. Das hier vorgestellte Fahrzeug dürfte einmalig in der Schweiz sein.

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Die Kabine.

Nicht nur die Kabine war in einem erbärmlichen Zustand. Der Rost frass sich im Laufe der Zeit durch alle Hohlräume, weil das Auto stets im Freien stand. Die Konstruktion der Kabine sah weder geeignete Wasserabläufe und/oder Entlüftungs-Öffnungen vor, noch wurde sie in irgend einer Weise mit Rostschutz behandelt. Eine Grundierung oder gar Verzinkung war kein Thema. Schon nach dem ersten Augenschein war uns klar, dass hier eine komplette frame-off-Restauration unumgänglich war.

 

 

 

  
 

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Das Chassis.

Das noch intakte und gut erhaltene Chassis hatte zwar stellenweise etwas Rost angesetzt, von einer Durchrostung aber keine Spur. Das liegt auch an der sehr starken Stahl-Konstruktion mit Wanddicken von 3-5 mm. Nach dem Ausbau von Motor und Getriebe wurden alle Stahlteile entrostet, geschliffen und mit Spezial-Chassisfarbe zweimal gestrichen. Die kupfernen Bremsleitungen und Kabel wurden ersetzt und die mechanischen Komponenten revidiert, repariert oder - sofern notwendig - ersetzt.

 

    

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Der Aufbau.

Dieser besteht aus dem Tragwerk aus zwei leichten, parallel verlaufenden Stahlträgern mit runden Öffnungen zur Gewichtsverminderung, die mittels Querstreben miteinander verbunden sind und an denen seitlich ausragende, sich verjüngende Streben bzw. Konsolen angeschweisst sind. Auf diesen liegt die sog. "Fahrbahn", bestehend aus einem speziellen, im Heckbereich abfallenden Stahlrahmen mit eingeschweissten Fahrbahnprofilen. Diese Lauffläche war komplett verrostet und nicht mehr zu retten. Die meisten Schweissstellen waren verdeckt, weshalb hier nur noch die Trennscheibe half und die gesamte Fahrbahn vom Rahmen getrennt werden musste. Alle noch brauchbaren Rahmenteile wurden sorgsam entrostet, gerichtet und wiederverwendet.

  

  

 

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Der Motor

Als Antrieb dient hier ein 1300er Doppelnocker der Giulietta-Baureihe von 1960. Zur Kraftübertragung auf die Vorderräder ist ein ZF-Synchroma-Getriebe Typ 4 DS-10 angeflanscht. Mittels 4 Vorwärtsgängen wird dieses 1,6 Tonnen-Gefährt auf die im Prospekt angegebenen 115 km/Std. "beschleunigt". Jedoch, mit den zusätzlichen 1000 kg Nutzlast läuft man kaum Gefahr für eine Geschwindigkeits-Übertretung.

  

  

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Der Zusammenbau

  
Motor und Getriebe werden "eingefädelt",

  
dann die Kabine übergestülpt,

  
die Frontscheibe wieder eingesetzt und das Fahrerhaus eingerichtet.

  

  
Dann noch ein paar "Kleinigkeiten" hier und dort...


...und schon steht der Autocarro zur Probefahrt bereit.

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Aber ganz so einfach ging es dann doch nicht, denn es lagen keine detaillierten Baupläne vor und ein baugleiches Pendant hatten wir auch nicht zur Verfügung. Aber dank unserer Foto-Dokumentation und den umfangreichen technischen Unterlagen wie z.B. die Bedienungs- und Reparaturanleitungen, die wir uns im Vorfeld besorgt hatten, endete dieses Projekt dennoch zu unserer vollsten Zufriedenheit. Meinen Sie nicht auch ?

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